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Der Autor
Ferdinand Thoma
Hoteldirektor

Kategorie Alpenblick

Kategorie Auerhahn

11. Januar 2016

Üppige Schneefälle beim Wellnesshotel Auerhahn in Schluchsee und beim Bio und Wellnesshotel Alpenblick in Höchenschwand

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Hochschwarzwald Schneegeschichte

 

8. Dezember abends

Es hat endlich angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben mit einem Glas Rotwein dem wunderschönen Flockentanz zugeschaut. Es sah aus wie im Märchen. Langsam schwebten die riesigen Flocken vom Himmel. Leise, klassische Musik und das Prasseln des Kamins im Hintergrund verbreiteten eine romantische Stimmung. Wir frisch verheiratet – ich liebe Schnee!

9. Dezember frühmorgens

Wir mitten im Wald in unserem Häuschen mit Blick in die Natur. Was für ein Anblick. Die herrliche Waldlandschaft mit der Wiese ist nicht wieder zu erkennen. Alles ist eingepackt von der weißen Pracht. Alles wirkt so sauber und glitzert. Hier in den Hochschwarzwald zu ziehen mit meiner Liebsten war die beste Idee, die ich je hatte. Ich habe zum ersten mal wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wie ein kleiner Junge. Ich habe die Zufahrt bis zur Straße frei geschaufelt. Am Nachmittag kam der Pflug vorbei und hat meine Zufahrt wieder zu geschoben. Ich holte meine Schaufel wieder raus und schaufelte die Zufahrt wieder frei. Was für ein tolles Leben, ich liebe Schnee!

12. Dezember

Es wurde über Nacht wieder wärmer und die Sonne hat tagsüber den schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Der Nachbar aus unserem Häuschen nebenan meinte, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv weiße Weihnacht feiern. An Weihnachten im Hochschwarzwald keine weißen Weihnachten feiern zu dürfen wäre schrecklich. Hans, unser Nachbar meint, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben, dass ich nie mehr Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Hans ist sehr nett, ich bin froh, dass er unser Nachbar ist. Ich liebe Schnee!

14. Dezember

Schnee, wunderschöner Schnee letzte Nacht, alles weiß! 30 cm Neuschnee. Die Temperatur sinkt auf minus 20 Grad. Die Kälte lässt alles glitzern. Der kalte Wind nahm mir den Atem aber ich habe mich beim Freischaufeln der Zufahrt aufgewärmt. Das ist das wahre Leben in der Natur des Hochschwarzwalds. Der Schneepflug kam heute nachmittags wieder vorbei und hat alles wieder zugeschoben. Mir war im Vorfeld nicht klar, dass ich so viel würde schaufeln müssen aber so komme ich wenigstens wieder in Form. Ich wünschte mir nur, dass ich nicht so viel pusten, schnaufen und schwitzen müsste. Aber ich liebe Schnee!

15. Dezember

Amtliche Wetterwarnung:  60 Zentimeter Vorhersage. Ich habe mein Auto verkauft und dafür einen Jeep gekauft mit Allrad. Für das Auto meiner Frau kaufte ich Winterreifen, dann zwei zusätzliche Schaufeln. Den Kühlschrank haben wir aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist ja lächerlich wir sind doch hier nicht in der Wildnis. Es ist spannend, ich liebe Schnee!

 

16. Dezember

Heute Morgen bissiger Eissturm. Die Eiskristalle stechen wie Nadeln im Gesicht. Als ich Salz streuen wollte bin ich in der Zufahrt auf meinen Allerwertesten gefallen. Es tut höllisch weh. Meine Frau lachte eine Stunde lang. Das finde ich ziemlich grausam. Es schneit immer noch.

17. Dezember

Immer noch weit unter null Grad. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom ist schon 5 Stunden weg. Ich musste mich in Decken wickeln um nicht zu erfrieren. Kein Fernsehprogramm, kein Radio, totenstill und eiskalt. Ich muss die ganze Zeit meine Frau anstarren und versuchen, sie zu irritieren. Ich glaube, dass meine Frau mit dem Holzofen Recht hatte. Ich würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie immer Recht hat.  Ich hasse es in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren. Es schneit immer noch.

20. Dezember

Der Strom ist wieder da, aber nochmals 40 cm von dem verdammten, weißen Zeug letzte Nacht. Noch mehr schaufeln. Ich schaufelte den ganzen Tag. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Ich habe versucht eines der Nachbarkinder zum Schaufeln zu überreden. Sie meinten, sie haben keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, die lügen. Ich wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die haben keine mehr, die bekommen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass sie lügen. Hans sagt, dass ich die Zufahrt und den angrenzenden Bürgersteig frei schaufeln muss, sonst macht das die Gemeinde und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, Hans lügt.

22. Dezember

Hans hatte recht mit seiner weißen Weihnacht, weil heute Nacht nochmals 30 cm von dem weißen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es wahrscheinlich bis August nicht mehr schmelzen wird. Es hat eine Dreiviertelstunde gedauert, bis ich fertig angezogen war, dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Ich habe versucht, für den Rest des Winters Hans anzuheuern, der schließlich eine Schneefräse an seinem Traktor hat. Er sagt, er habe in der ganzen Gemeinde zu viel zu tun, er habe keine Zeit. Ich glaube, der Penner lügt.

23. Dezember

Nur 10 cm Schnee heute und es hat sich auf null Grad erwärmt. Meine Frau will, dass ich heute das Haus mit Lichterketten dekoriere. Die ist wohl bekloppt. Schließlich muss ich schaufeln. Warum hat sie mir das nicht schon vor einem Monat gesagt. Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

24. Dezember

Wieder 20 cm, der Schnee ist vom Pflug so fest zusammen geschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Ich dachte, ich bekomme einen Herzinfarkt. Falls ich jemals den Deppen, der den Schneepflug fährt, in meine Finger bekomme, dann versohle ich ihm seinen Allerwertesten. Ich weiß genau, dass er sich hinter der nächsten Kurve versteckt und darauf wartet bis ich fertig geschaufelt habe. Dann kommt er mit 150 Sachen die Straße herunter gedonnert und wirft tonnenweise Schnee genau auf die Stellen wo ich gerade geschaufelt habe. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken. Ich habe keine Zeit. Ich muss Ausschau nach dem Schneepflug halten.

25. Dezember

Frohe Weihnachten! Nochmals 60 cm mehr von dem verdammten, weißen Zeug. Eingeschneit……..   Der Gedanke an Schnee schaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee, ich kann keinen Schnee mehr sehen. Der Schneepflugfahrer klingelt an der Türe und fragt nach einer Spende für seinen Verein. Ich habe meine Schaufel gepackt und sie ihm über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, ich hätte schlechte Manieren. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir nochmals Peter Alexander anhören muss, bringe ich sie um.

26. Dezember

Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir überhaupt hierher gezogen? Das war alleine ihre Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

27. Dezember

Die Temperatur ist auf minus 30 Grad gefallen. Die Wasserrohre sind eingefroren.

28. Dezember

Es hat sich auf minus 5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. Die Alte macht mich verrückt.

29. Dezember

Nochmals 30 cm. Hans sagt, dass ich das Dach frei schaufeln muss oder es wird einstürzen. Das ist echt das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

30. Dezember

Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer hat mich auf 50.000.- Euro Schmerzensgeld verklagt. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. Nochmals 25 cm Vorhersage.

31. Dezember

Ich habe den Rest vom Haus angezündet. Nie mehr schaufeln.

8. Januar

Mir geht es gut. Ich mag die kleinen, weißen Pillen die sie mir dauernd geben. Warum bin ich eigentlich an das Bett gefesselt?

Leicht angepasste Geschichte eines unbekannten Autors. Viel Spass beim Lesen Ferdinand Thoma



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