10. November 2012
Stress und die gesundheitlichen Auswirkungen
Was ist Stress: Der Körper schüttet Noradrenalin, Adrenalin und Kortisol aus. Diese Hormone verbinden sich mit zellulären Rezeptoren, welche dann zelluläre Reaktionen verursachen wie Kampf oder Fluchtreaktion. Stress anno dazumal war die Flucht vor einem wilden Tier oder der Kampf mit einem Kontrahenten. Auch existentielle Stresssituationen waren in Form von Hunger oder Witterungseinflüssen stets gegenwärtig. Stress heute finden wir nicht mehr nur beim Kampf um das Überleben, sondern vielmehr im Alltag. Dies sind beispielsweise eine ständige Überforderung am Arbeitsplatz, alles was wir über lange Zeit aufgeschoben haben, Schwierigkeiten in der Partnerschaft, in der Familie oder im Bekanntenkreis, finanzielle Not, Lärmbelästigung oder Entscheidungszwänge.
Stress ist ein Ungleichgewichtszustand zwischen Anforderungen, Ansprüchen und den persönlichen Handlungsmöglichkeiten. Dieser Ungleichgewichtszustand ist persönlich bedeutsam und wird von einer Person als unangenehm erlebt.
Stress beginnt immer im Kopf. Das bedeutet, dass Stress stark von unserem persönlichen Empfinden abhängig ist.
Um in unserem Alltag zufrieden zu sein, ist der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung eine wichtige Voraussetzung.
Wir unterscheiden zwischen zwei Arten von Stress:
EU Stress ist der positive Stress. (hat aber nichts mit der europäischen Union zu tun)
Eu Stress ist positiv, lebensnotwendig, bringt Freude und Begeisterung. Endorphine werden ausgeschüttet. Diese bringen Befriedigung und Ansporn bis zum Gipfelerlebnis. Eu Stress ist der Motor der Evolution. Das Ganze steht für Gesundheit.
DI Stress ist der negative Stress.
Di Stress wirkt schädlich belastend und ist mit Bedrohung und Angst verbunden. Di Stress schüttet Adrenalin aus und kann die Gesundheit des Menschen stark beeinträchtigen oder sogar vernichten. Das Burn out Syndrom ist eine Folge von Di Stress und Depression. Das Ganze steht für Krankheit.
Unser Stressempfinden hängt sehr stark von der persönlichen Stresstoleranz, dem aktuellen Gesundheitszustand, Alter, Geschlecht und Temperament ab.
Menschen mit Willensstärke und Entschlossenheit überschreiten oft die Grenzen des Machbaren und erzeugen damit selbst inneren Stress. Auch der Hang zu Perfektionismus kann pedantisch sein und in der Folge selbst erzeugten Stress auslösen.
Stress Reaktionen können folgende Probleme auslösen:
Physische Probleme: permanente Müdigkeit, Gefühl der Leere.
Intellektuelle Probleme: Kreativität lässt nach, Konzentrationsschwäche stellt sich ein.
Emotionale Probleme: Depression, Resignation, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung.
Soziale Probleme: Der Mensch fühlt sich isoliert, er hat wenig soziale Kontakte und Partnerprobleme.
Geistige Probleme: Der Sinn des Lebens schrumpft, der Halt geht verloren, das Selbstwertgefühl sinkt, Verzweiflung stellt sich ein.
Folgende physische Reaktionen stellen sich ein:
Das ausgeschüttete Adrenalin verengt die Blutgefässe. Bluthochdruck stellt sich ein, Herzrasen ist die Folge. Die Hände zittern, Angstgefühle machen sich breit, das Immunsystem wird geschwächt, dadurch entsteht erhöhte Anfälligkeit.
Im nächsten Blog-Artikel dann: Was können wir gegen Stress tun? Mit Stressfreien Grüssen Ferdinand Thoma